Notizbuchliebe

Doppelseite eines Notizbuches

Ich LIEBE Notizbücher. Und Bleistifte dazu. Schreiben von Hand. Ein Bleistift aus New York in einem Notizbuch aus Paris. Wunderbar. Es hält Erinnerungen wach und treibt mich voran. Restlos vollgeschrieben ist es ein Päckchen voller Leben. Es erinnert mich an Gespräche und Menschen. An hektische und besondere Tage. Es gibt 1:1 Mitschriften. Kleine To-dos. Entwürfe. Verwürfe. Weiter Gesponnenes. Gedankenfetzen. Eselsohren. Und: Es gibt immer unzählige Kritzeleien. Meist gegenstandslos. Schlichte Seiten verwandeln sich in kleine Kunstwerke. Ein Spiegel der Gefühle. Am Ende auch irgendwie ein Tagebuch. Wegwerfen, oh nein. Und ein neues Notizbuch ist immer auch ein bisschen wie ein neues Leben ...

„Das Notizbuch ist Kultur, Werkzeug und Kult.“

Mit diesem Zitat könnte ich es erklären. Aber es ist vielmehr und viel weniger. Viel vielschichtiger. Viel mehr, weil es von Respekt zeugt, wenn man sich Notizen zu einem Gespräch macht. Es zeigt Interesse und gibt den Worten und Informationen eine neue Wertigkeit. Viel weniger? Weil meine Hände kritzeln können, was sie wollen. Ganz nebenbei am Verstand vorbei. Wer nun denkt, dass ich nicht gut zuhören kann, weil ich hingebungsvoll mein Notizbuch verschönere, irrt. Es ist bewiesen: Durch das Zeichnen erhöht sich unsere Aufmerksamkeit sogar, weil es den Geist am Abschweifen hindert. Stressabbau inklusive. Mit dem Alter kritzeln wir übrigens immer weniger, sagt man, da wir uns mehr kontrollieren. Bitte nicht! Einfach immer machen - ohne falschen Scham und Rücksicht auf "die Leute"!!!

Der Wert der Handschrift

Mit der Hand schreiben ist aufwändig - kostet Zeit und ist mühsam. Und das bedeutet, die Handschrift macht sich rar - reduziert sich bei Vielen auf Einkaufszettel und Post-its. Verschwindet aus unserem Alltag. Zu Unrecht!? Mit der Hand zu schreiben ist persönlich und erregt im digitalen Zeitalter schon mal Aufmerksamkeit. Ein Stilmittel, dass auch Bewegung in Ihre Werbebotschaften bringen kann. Handschrift hebt sich ab. Ist eine Wertschätzung der besonderen Art. Überlegen Sie doch mal, wo es passen könnte: Mailings, Einladungen, Danksagungen ...

Im Tagtäglichen als Werbeagentur bedienen uns der Handschrift noch regelmäßig:  Erste Ansätze und Skizzen halten wir auf Papier fest. Doch vor allem sind wir bekennende Postkartenschreiber. Old school? Und wenn schon. Wir glauben an den Wert des Persönlichen. Und die Wärme unseres Tuns, die immer bis zum Empfänger überspringt. Postkarten muss man kreieren und drucken lassen oder bewusst auswählen, kaufen, schreiben und einwerfen ... meist überleben sie an Kühlschränken, Pinnwänden oder Schranktüren - das macht ihnen kein Facebook-Posting nach.

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Profilbild von Nicole Frömming

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